19 Oktober 2026
Uraufführung von „Dein ist das Lob“ von Gerda Poppa

Hervorragend besucht war das vorletzte Konzert des Jahres 2026. Aus Anlass des 800. Todestages des Heiligen Franz von Assisi stellten die Rankweiler Basilikakonzerte Vertonungen des Sonnengesangs mit seinen zentralen Aussagen zum Lob Gottes, zur Geschwisterlichkeit mit der Erde und dem Kosmos in den Mittelpunkt. Eingerahmt wurde das Konzert von der selten zu hörenden Messe modale von Jehan Alain. Im Mittelpunkt stand die Vertonung des ganzen Canticum fratris solis durch die Kompositionspreisträgerin des Landes Vorarlberg, Gerda Poppa. Höchst eindrucksvoll und plastisch setzt Gerda Poppa die Verse des Canticums um. Wiederkehrende Sekundreibungen geben dem Werk einen starken inneren Zusammenhalt. Die musikalischen Mittel – Rhythmus, Harmonik, Klangfarben, Dynamik, Rollenverteilung der Musikerinnen und Instrumente – sind hochdifferenziert eingesetzt und gehen unter die Haut. Veronika Dünser, Alt, Anja Nowotny-Baldauf, Querflöte, Gerda Poppa an der Orgel, der Frauenchor Memento unter der Leitung von Michael Fliri sind ideale Interpretinnen bzw. Interpreten der Uraufführung. Starke Eindrücke hinterließen auch Werke von Hermann Seidl, Cécile Chaminade und Ulrich Knörr für verschiedene Besetzungen. Das Publikum dankte den Ausführenden und der Komponistin mit großer Begeisterung.